Pony oder Pferd?

Ein Pferd sollte immer zu seinem Reiter passen: Sowohl die Größe von Pferd und Reiter als auch der individuelle Charakter sollten aufeinander abgestimmt sein. Zum Kauf eines entsprechenden Pferdes gehört natürlich auch eine ausreichende Ausbildungsstufe. So passen beispielsweise ganz junge Reiter und unerfahrene Pferde meist nicht gut zusammen. Ein eher ängstlicher Mensch wird selten mit einem dreijährigen, hellwachen Vollblutaraber glücklich, und wer von einer Karriere im Springsport träumt, sollte sich ganz einfach keinen Isländer kaufen, sondern besser ein Warmblutpferd! Ebenso wird ein kleines Mädchen, dessen Beine noch gar nicht bis unter den Sattel reichen, fast im Spagat auf einem Warmblutpferd mit einer Größe von l,80 Meter sitzen müssen und sich schnell unwohl fühlen, weil es das Pferd mit Gewicht und Schenkel nicht beeinflussen kann. Man sollte andererseits natürlich einem korpulenten, über l,80 Meter großen Mann kein schmales Reitpony von l,40 Meter kaufen.

Es gibt zahlreiche Ponyrassen, die kräftig genug sind, um einen Erwachsenen zu tragen, aber auch da gibt es nun einmal Grenzen. Abgesehen davon ist es nicht allein die Widerristhöhe, die bestimmt, wie viel ein Pferd tragen kann, sondern dies hängt immer auch davon ab, wie kräftig das Pony beispielsweise gebaut ist. Und - nebenbei bemerkt - ein guter Reiter, der einem Pferd nicht mit seinem ganzen Gewicht in den Rücken fällt, kann auch mal eher auf einem schmalen Pferd sitzen, ohne ihm weh zu tun, als ein sehr schwerfälliger Reiter.

Reiten lernt mari besser mit einem erfahrenen Pferd. Dafür muss man seine eigenen Reitkünste realistisch einschätzen können. Sonst hat man plötzlich einen ungerittenen dreijährigen Warmbluthengst zuhause, obwohl man bisher mit einem älteren unkomplizierten Pony über die Wiesen und Felder gezogen ist. Zum Einschätzen der eigenen Fähigkeiten sollte man daher auf alle Fälle seine Reitlehrerin oder seinen Reitlehrer um Rat bitten. So verhindert man, dass man ein Pferd erwirbt, dem man dann überhaupt nicht gewachsen ist! Ungemein wichtig ist daher der jeweilige Ausbildungsstand von Pferd und Reiter. Das Pferd sollte nämlich immer mehr Können als der Reiter. Ein unerfahrenes Pferd auszubilden, das ist wirklich nur etwas für erfahrene Reiter und echte Profis. So muss man beim Kauf eines solchen Pferdes anschließend noch einiges an Geld für dieAusbi|dung bei einem Profi investieren.